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Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Ich bin gerade in einem Buch gefangen, das wohl zu recht den Titel "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" trägt. Ich weiß nicht, was mich an diesem Buch so gefesselt hat, dass ich es in zwei Tagen durch gelesen habe - normalerweise brauche ich länger - aber irgendwie hat es mich in seinen Bann gezogen und will mich nicht mehr los lassen. Ich bin noch nicht ganz wieder daraus heraus gekommen. Es ist, als würde es mir das ganze Unglück der Welt ins Gesicht schlagen und ich steh nur stumm dar und kann nichts da gegen tun ... Es zieht mich runter, es nimmt mir die Luft zum Atmen und es erinnert mich daran, dass es mir doch eigentlich wirklich gut geht ... SPOILER-WAHRNUNG!! Jeder, der das Buch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (The fault in our stars) von John Green noch lesen will, sollte hier nicht weiter lesen! John Green beschreibt in seinem Buch ein Mädchen, das Stadium IV Krebs hat. Metastasen in der Lunge. Ohne Sauerstoffversorgung hält sie keine drei Minuten durch. Doch dieses Buch ist kein "Krebsbuch", denn Hazel sagt zu Recht zu Anfang des Buches: "Krebsbücher sind doof." Dieses Buch zeigt, was für ein mieser Verräter das Schicksal sein kann. Hazel will nicht mit der Liebe ihres Lebens zusammen kommen, denn sie hat Angst, dass sie eine tickende Zeitbombe ist. Eine Zeitbombe, die früher oder später hochgeht und alle um sie herum verletzt. Zu tiefst verletzt. Doch schließlich und schlussendlich, als er ihr seinen Herzenswunsch (Es gibt eine Stiftung, die Herzenswünsche von Krebskindern erfüllen) schenkt, gibt sie nach und die beiden kommen zusammen. Es ist eine Liebe, die mich berührt hat, wie keine andere. Sie sind wie zwei Aussetzige - sie mit Sauerstoff-Flasche, er mit Beinprotese - und doch haben sie sich. Dieses Buch zeigt wohl sehr deutlich, wie Krebs das Leben der Kinder verändern kann. Hazel ist so alt wie ich, Ausgustus (ihr Freund) ein Jahr älter. Er selbst hat eine 85% Heilungswahrscheinlichkeit. Sie selbst: Keine. Doch sie lebt. Er lebt. Und durch einen Zufall trafen sie nun auf einander und eine Liebe entsteht, die Welten verändert. Die meine Welt verändert. Und dann ganz plötzlich und aus heiterem Himmel, ist es vorbei. Augustus, der Erhabene, der Sieger, der Kämpfer, Augustus, der die Liebe seines Lebens gefunden hat, der die Liebe eines Leben ist, Augustus, der eine 85% Heilungswahrscheinlichkeit hat, stirbt. Einfach so. PENG! Und Hazel kann nicht weiter. Sie erträgt den Schmerz und doch erträgt sie ihn nicht. "Schmerz will gefühlt werden." Das Buch endet ziemlich direkt danach. Es gibt keine Geschichte mehr. Kein Augustus, kein Augustus-und-Hazel, kein "Für Immer". Und da kann man doch mit Fug und Recht behaupten: Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Ich finde, John Green hat das ziemlich gut eingefangen. Er hat sehr genau beschrieben, wie sich Krebs anfühlt, wie sich Todesangst anfühlt, wie sich Verlust anfühlt und wie sich Trauer anfühlt, doch im gleichen Atemzug, im gleichen Buch, auf der selben Seite hat er perfekt eingefangen, wie es ist zu lieben und geliebt zu werden und wie sich Hoffnung anfühlt. Hoffnung, die über die Grenzen des Wahrhaftigen hinaus geht. Hoffnung, die keine Zukunft hat und doch gehofft wird. Langsam, ganz langsam verliebt man sich in die Hauptfigur des Romans. Man verliebt sich in Hazel und in Augustus. Und als es absehbar ist, dass einer der beiden es nicht schaffen wird, beginnt man zu weinen. Man weiß nicht wieso. Das sind nur zwei Striche auf Papier, die auf eine seltsame Art und Weise zu leben beginnen. Und wenn man sich dann fragt, was aus Hazel wird, als das Buch zu ende geht, so würde John Green wohl das Antworten, was er Peter Van Houten hat sagen lassen: "Sie [die Figuren im Roman] sind erfunden. Aus ihnen wird nichts. Der Roman ist aus ein paar Strichen auf dem Papier entstanden. Die Figuren, die ihn bevölkern, haben kein Leben außerhalb dieser Striche. Was aus ihnen wird? In dem Moment, da der Roman endet, hören sie alle auf zu existieren." Doch mal im Ernst: Keiner von euch kann ein Buch lieben, die Figuren darin lieben - das passiert nahe zu automatisch, wenn man ein gutes Buch ließt - und dann am Ende des Romans sagen: "Sie hören jetzt auf zu existieren." Seht euch doch nur mal die 59402 Fanfiktions an, die dem Kapitel "Bücher" auf FanFiktion.de zu geordnet sind. Das sind 59402 Geschichten, die nicht existieren würden, wenn wir jedes Mal sagen würden, dass die Romanfiguren nicht mehr existieren. "Whenever you start reading a book and read through it, you will slowly fall in love with the characters." Ich selber schreibe eine Harry Potter Fanfiktion und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Charaktäre einfach nicht mehr da sind. Es sind wie Joanne Rowling sagte: "Hogwarts will be always there to welcome you home." Niemals, niemals, würde jemand sagen, dass Harry Potter aufgehört hat zu existieren. Und um nun den Bogen zurück zu finden und das hier zu enden: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist eins der wenigen Bücher, die ich trotz fehlendem Happy End liebe. Es zeigt das Leben, wie es nun mal ist. Die schlimmst mögliche Wendung: Der Mensch, den du liebst, stirbt. Und er endet nicht damit, nein, John Green nimmt sich die Zeit und gibt dem Leser und Hazel die Zeit zu trauern. Zu trauern um einen siebzehnjährigen Jungen, den Hazel über alles liebte, den ich nie traf, und trotzdem kenne, als wäre er mein Bruder. Augustus Waters. Rest in Peace. Und das für mich beste Beispiel ist einfach Joanne Rowling, die selber nicht ganz abschließen kann mit ihren Büchern und einmal gesagt hat: "Zudem ertappte ich mich dabei, dass ich Handlungsstränge für zweitrangige Figuren entwickelte, die überflüssig waren wie ein Kropf. Schwieriger war es, mich von den Handlungslinien zu trennen, die ich für manche viel wichtigere Figuren entwickelt hatte, da sie um des großen Zugs der Erzählung willen geopfert werden mussten." Bildet euch selbst eine Meinung, aber das hier ist meine. Und ich bin auch der festen Überzeugung, dass ... "Someone should write a book where the main character slowly falls in love with the reader." ... jemand ein Buch schreiben sollte, in dem sich der Hauptcharakter ganz langsam in den Leser verliebt ...

6.6.13 19:32, kommentieren

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Entfernung

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Das wird jetzt ein wenig poetisch - sorry
Ich hab mal ein bisschen darüber nachgedacht, was "Entfernung" eigentlich ist. Die Definition von Google ist: Die Distanz oder die Länge einer Strecke zwischen zwei Punkten; Der Vorgang des Entfernens eines Objektes
Mein Twini ist gerade 667,8 km entfernt von mir in London. Trotzdem ist sie irgendwie hier. Ich kann mich darauf verlassen, dass sie jeder Zeit da ist, wenn ich sie brauche. Sie ist auf eine verdrehte Art und Weise einfach nur körperlich entfernt. Ist das "Entfernung"? Oder ist "Entfernung" das, was einen traurig macht, wenn ehemalige Freunde wie Fremde an einander vorbei gehen?
Ich meine, die Entfernung, die da ist, wenn dies passiert, diese seelische Entfernung, ist das etwa die wahre "Entfernung"?
Ich hab in meinem Leben schon oft diese Entfernung Hautnah erlebt. Nicht gerne, versteht sich. Und doch hat sich diese Entfernung nur am Anfang seltsam angefühlt. Am Ende war es auf eine verdrehte Art und Weise richtig. Diese "Entfernung" hat Sinn ergeben.
Ich habe gelernt, dass diese Entfernungen dazu gedient haben, dass ich nicht weiter verletzt wurde. Und wieder standen mir meine Freunde mit Rat und Tat zur Seite. Aber am Ende des Weges, da, wo wir am meisten Raum zwischen und die andere Person gebracht haben, egal, ob körperlich oder seelisch; am Ende stehen wir doch alleine da. Niemand kann uns den Schmerz, den die "Entfernung" hinterlässt, nehmen. Niemand wird je fühlen, wie wir es fühlen, dass die Entfernung einen Teil unserer Seele gekostet hat.
Aber wieso dann, frag ich mich, spricht nicht mal Google davon? Für Google gibt es keine "seelische Entfernung", nur eine mathematische und physische. Klar, Google ist ein Computer. Es kennt keine Gefühle - außer Emoticons.
Trotzdem, Entfernung ist für mich weniger die körperliche Abwesenheit, als die Tatsache, dass aus uns Fremde werden. Fremde, die sich doch eigentlich in und auswendig kennen. Und dann sag ich mir jedes Mal: Entfernung sollte nicht wichtig sein, denn am Ende des Tages schlafen wir doch alle unter dem selben Sternenhimmel ein ...

4 Kommentare 1.6.13 09:40, kommentieren

So it begins

Welcome to my page! Da ein paar meiner Freundinnen mittlerweile einen Blog mit ihrem FanFiction-Profil gekoppelt haben, hab ich mir gedacht: Es kann doch eigentlich nicht schaden, oder? Das also ist mein Leben. Ich bin vor 16 Jahren in NRW, Germany, geboren und lebe in einem Haus mit meiner Mum zusammen. Die Wohnung unten bewohnt meine Tante mit ihrem Mann. Meine Familie ist recht groß, doch dieses Haus mit den Bewohnern darin, das ist meine wahre Familie. Ich habe einen Vogel - ja, haha, nein! Nicht so! - ich habe zwei Wellensittiche seit knapp einem Jahr, die ich über alles liebe, auch, wenn sie mir manchmal echt auf den Keks gehen. Ich spiele seit acht Jahren Tennis und kann behaupten, dass ich ganz gut bin. Seit zwei Jahren spiele ich in der 2. Damen-Mannschaft unseres Vereins mit und es mach wahnsinnig viel Spaß! Okay, soweit der trockene Theorie-Mist. Es ist 22:35 hier und ich werde jetzt schlafen! Die nächsten Posts, werden besser. I promise! Greetings eure Anna

1 Kommentar 31.5.13 22:39, kommentieren